In meinen Seminarausschreibungen steht unter “Zielgruppe” zu lesen: “Jeder, der gern über Schach nachdenkt“. Dies mag sehr vage erscheinen, aber mir ist keine treffendere Formulierung eingefallen. Ich werde hier einfach ein paar Aspekte präsentieren und dann kann sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen.

Inhalt

Grundsätzlich ist der Inhalt eher ambitioniert. Die Seminare sind darauf ausgerichtet, auch sehr erfahrenen Turnierspielern viele neue Erkenntnisse zu präsentieren. Die Gesamtheit aller theoretischen Erörterungen und Partiekommentare meiner Seminare deckt vermutlich einen Schwierigkeitsgrad zwischen Elo 2000 und Elo 2600 ab. Alles wird jedoch so herunter gebrochen, dass es auch für Spielstärkeklassen unter diesem Niveau verständlich ist.

Der durchschnittliche Teilnehmer

Empirsich betrachtet setzt sich die Teilnehmerschaft überwiegend aus Spielern zwischen Elo 1800 und Elo 2200 zusammen. Der allgemeine Vortragsstil ist daran ausgerichtet.

Teilnehmer unter dem Durchschnitt

Ein Teilnehmer mit Elo 1600 erfährt (potentiell) mehr Neues als stärkere Teilnehmer, kann aber komplexere Informationen schlechter verarbeiten. Man könnte meinen, dass sich hier Vor- und Nachteile gegenseitig aufheben, zumal die expliziten Seminarmaterialien eine gründliche Nachbearbeitung in einem individuellen Tempo ermöglichen. Erwähnenswert ist auch, dass die schwächeren Teilnehmer von den stärkeren insofern profitieren, als die stärkeren in der Regel mehr Präsenz bei Diskussionen zeigen. Dies trägt zur Lebendigkeit der Seminare bei und somit auch zum besseren Verständnis.

Teilnehmer über dem Durchschnitt

Ein Teilnehmer mit ELO 2300 erfährt weniger Neues, kann aber alles bestens in Echtzeit verarbeiten. Auch hat er die Gelegenheit, in der direkten Kommunikation sehr viel aus mir herauszuholen. Man sollte dabei bedenken, dass ich mich im Alter von 30 Jahren, also etwa 5 Jahre vor meinem statistischen Zenit, mit über 2600 Elo vom professionellen Turnierschach zurückgezogen habe. Anschliessend habe ich mich aber im Rahmen meiner Lehrtätigkeit weitergebildet, so dass ich behaupten kann, dass sich mein Schachverständnis weit über jenem von damals befindet.