Was ist der Nutzen eines Spieler-Profils?

Selbsterkenntnis ist wichtig für den Entscheidungsfindungsprozess am Brett sowie für die Optimierung der Trainingsmassnahmen, insbesondere für die Gestaltung des Eröffnungsrepertoires. Nun kann aber nicht jeder behaupten, sich selbst vollständig zu kennen. Stets gibt es Bereiche, die nicht ausgeleuchtet sind. Auch kann es zu Verzerrungen bei der Selbstbetrachtung kommen, da Emotionen niemals komplett ausgeschaltet werden können.

Wie kann ein Spieler-Profil entstehen?

Meiner Auffassung nach kann ein Spieler-Profil nur als Gemeinschaftsarbeit von Spieler und Trainer entstehen.

Auf sich alleine gestellt ist der Spieler möglicherweise zu subjektiv. Auch fehlt es ihm vielleicht an Expertenwissen.

Dem Trainer fehlt es dagegen an individueller Information. Zwar kann er die Fehler in der Analyse leicht erkennen, doch auf den Grund zu schließen ist nicht immer leicht, da es für die meisten Phänomene oftmals mehrere alternative Ursachen gibt. Potentielle Schwachstellen im schachlichen Denkprozess lassen sich daher nur auf interaktive Weise zuverlässig lokalisieren.

Ablauf

1. Sie schicken mir 10 Partien. Dies ist eine ausreichende Datenbasis für unser Vorhaben. Dabei kann es sich um 10 Verlustpartien handeln, für den Fall, dass besonders die Schwächen analysiert werden sollen. Alternativ kann es sich um 10 aktuelle aufeinander folgende Partien (ohne Kurz-Remisen) handeln, da dies sehr repräsentativ ist.

2. Ich schicke Ihnen folgende Dokumente. Dadurch wird Ihnen Wissen vermittelt, was Sie für den nächsten Schritt gebrauchen können.

Der große Fragebogen (150 Fragen, die Ihnen bei der Selbsterkenntnis helfen, 8 Seiten)
Fehler-Kategorisierung (Ich definiere 30 Fehler in 8 Kategorien, 6 Seiten)
Spieler-Typologie (ein grobes Modell zur Spieler-Kategorisierung, 5 Seiten)

Trainingsmethoden (eine Auflistung von Trainingsmethoden, 2 Seiten)

3. Nun gehen wir in Ein- oder Zweistundenblöcken gemeinsam ihre 10 Partien durch (eine Partie pro Stunde). Hierbei diagnostiziere ich Sachverhalte, die Fehler, Stil und Denkprozesse betreffen.

4. Anschließend erhalten Sie die in den Sitzungen produzierten Analysen im ChessBase- oder pgn-Format sowie die Videoaufzeichnungen. Dadurch geht keine Information verloren.

Gebühr

EUR 450