Unter strategischen Endspielen versteht man den weiten Bereich von Stellungen, die sich zwischen dem späten Mittelspiel und den technischen Endspielen befinden.

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Technisches Endspiel

  • wenig Figuren
  • in Büchern und Datenbanken verzeichnet
  • eindeutige Stellungsbewertung mit klarer Beweisführung durch konkrete Varianten

Strategisches Endspiel

  • relativ zahlreiche Figuren
  • Stellungsbewertung manchmal ungewiss (+/- oder +-?)
  • allgemeine Prinzipen beherrschen das Spiel
Abgenzungen zum späten Mittelspiel

Hier sind die Grenzen einigermaßen fliessend. So haben bereits Positionen, in denen die Damen und zwei Leichtfigurenpaare getauscht sind Endspielcharakter. Bei Stellungen mit relativ vielen Figuren spricht man von komplexen strategischen Endspielen. Ich selbst habe keine Probleme damit, bei einigen Beispielen früh einzusetzen, um den Übergang aus dem Mittelspiel zu studieren.

Der Nutzen des Studiums strategischer Endspiele
1. Häufigkeit

Im Gegensatz zu technischen Endspielen kommen sie sehr häufig aufs Brett. Oftmals wird die Phase der technischen Endspiele gar nicht erreicht oder wenn, dann mit einem erdrückenden Übergewicht einer Partei.

2. Lerneffizienz

Technische Endspiele stellen eine hohe Anforderung an die Gedächtnisleistung, da es viele Schlüsselstellungen mit den dazugehörigen Manövern zu lernen gilt. Strategische Endspiele dagegen werden von Prinzipien beherrscht. Hat man diese erst einmal verinnerlicht, kann man sich zu einem großen Teil auf sein Gefühl verlassen.

3. Vernachlässigung

Viele Schachfreunde sind mit ihren Eröffnungen gut vertraut und wenn sie seriös trainieren, auch mit dem Übergang ins Mittelspiel. Das späte Mittelspiel hingegen wird tendenziell vernachlässigt. Deshalb gibt es gerade in dieser Partiephase eine gewisse Fluktuation und viele halbe Punkte wechseln den Besitzer. Es ist die Stunde der Routiniers mit vollständiger Schachausbildung.

4. Grenznutzen

Wenn wir uns mit vernachlässigten Wissensgebieten beschäftigen, besteht dabei ein hoher Grenznutzen. Im Gegensatz zu uns gut bekannten Bereichen, wo wir mit Detailarbeit beschäftigt sind, können wir hier durch die Aufnahme elementaren Wissens sehr große Fortschritte erzielen.

5. Eröffnungsrelevanz

Eröffnungen mit langlebigen Bauernstrukturen münden häufig in typischen strategischen Endspielen. Da diese mit großer Regelmäßigkeit aufs Brett kommen, lohnt sich hier ein intensives Studium.

Die Grobstruktur des Materials
  1. 32 Prinzipien
  2. Gleichmäßige Materialverteilungen
  3. Materielle Ungleichgewichte
  4. Positionelle Opfer
  5. Eröffnungsspezifische Endspiele
  6. Universelle Bauernstrukturen

Die Teilnehmer erhalten ein 26-seitiges Dokument, samt Feinstruktur.

Modus

Zur Zeit wird das Material nur als geschlossenes Webinar angeboten.

Große Gruppe: EUR 100 pro Stunde

Gruppe mit max. drei Teilnehmern: EUR 100 pro Doppelstunde